Taipei – 23.8.2014 – Die Beziehungen zwischen Taiwan und Festlandchina würden durch die jüngste Kontroverse im Zusammenhang mit dem Rücktritt eines hohen taiwanischen Chinapolitikers nicht beeinträchtigt. Dies Angaben machte die Kabinettskommission für Festlandsangelegenheiten (MAC) gestern Abend in einer Mitteilung. Chang Hsien-yao war vor einer Woche von seinem Posten als Vize-Vorsitzender der MAC zurückgetreten. Ihm wird die Weitergabe von Staatsgeheimnissen an Peking vorgeworfen. Chang selbst hat die Vorwürfe bisher vehement zurückgewiesen.
Wie die MAC in ihrer Mitteilung erklärte, sei der Fall bereits an die Untersuchungsbehörde weitergeleitet worden. Die Kommission regte zugleich die Öffentlichkeit an, sich nicht an Spekulationen zu dem Fall zu beteiligen und die Untersuchungsergebnisse abzuwarten. Das gemeinsame Streben zwischen der Taiwanstraße nach einer friedlichen und stabilen Entwicklung sei zudem durch den Fall nicht beeinträchtigt worden.
Zuvor hatte sich Ma Xiaoguang, der Sprecher von Chinas Büro für Taiwanangelegenheiten, erstmals zu dem Vorfall geäußert. Dabei machte er deutlich, dass Peking die jüngsten taiwanischen Medienberichte zur Kenntnis genommen habe. Zugleich brachte er die Hoffnung der chinesischen Regierung zum Ausdruck, von Medienseite keine unverantwortlichen und unbegründeten Vermutungen anzustellen, da sich dies negativ auf die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße auswirken könnte.