Taipei – 28.8.2014 – Präsident Ma Ying-jeou steht im Fall des jüngsten politischen Skandals um den Rücktritt von Chang Hsien-yao, dem Vize-Vorsitzenden der Kabinettskommission für Festlandsangelegenheiten (MAC), hinter dessen Vorsitzenden Wang Yu-chi. Dieser habe in dem Fall schnell und angemessen gehandelt, so die Ansicht von Präsident Ma. Chang Hsien-yao hatte am 16. August sein Amt niedergelegt. Ihm wird die Weitergabe von Staatsgeheimnissen an China vorgeworfen.
Abgeordnete in Taiwans Parlament hatten zuletzt auch den Rücktritt von Wang Yu-chi gefordert. Für Präsident Ma bestehe dafür jedoch kein Grund: „Ich denke, dass auf dieser Welt eine Regierung nur sehr selten so viel Zeit darauf verwendet, sich in einer deratigen Angelegenheit öffentlich zu erklären. Wang Yu-chi hat die Sache bisher korrekt und angemessen gehandhabt. Deshalb muss er sein Amt auch nicht niederlegen, weil er bis zu diesem Zeitpunkt korrekt gehandelt hat.“
In einer ersten Erklärung zum Rücktritt von MAC-Vize Chang Hsien-yao hatte es zunächst geheißen, dieser sei aus familiären Gründen zurückgetreten. Erst später war bekannt geworden, dass ihm der Rücktritt nahegelegt worden war und gegen ihn aufgrund der Weitergabe von Informationen zu Taiwans Chinapolitik Untersuchungen eingeleitet worden seien. Wie Präsident Ma Ying-jeou heute ferner betonte, sei der Fall um Chang Hsien-yao keine Frage eines „politischen Kampfes“.