Taipei – 2. Januar 2014 - Das Transport-Kommittee des Parlamentes begutachtete heute erneut einen kontrovers diskutierten Entwurf einer Kasino-Verordnung, der die Errichtung von Kasinos vorsieht.
Allerdings konnten auch bei der heutigen Untersuchung zu den meisten Punkten keine Übereinstimmung gefunden werden. Von 114 Punkten konnte bei 83 Punkten kein Konsens erreicht werden.
Während ein Parlamentarier der Regierungspartei KMT die Einrichtung einer eigenen Stelle für Kasino-Management vorschlug, wollte die Opposition die Fragen in einer unabhängigen Kommission geklärt sehen. Letztlich wurde beschlossen, die ungeklärten Punkte im Parlament zu diskutieren und zu verabschieden.
Desweiteren beschloss man in zwei Resolutionen, den Bau von Kasinos nur auf den vorgelagerten Inseln zu erlauben und deren Bau von Wirtschaftsförderungsmaßnahmen auszuschließen.
Die Kasinopläne werden auch in der Bevölkerung kontrovers beurteilt. Während eine Seite dabei die wirtschaftlichen Vorteile betont, befürchtet die andere Seite eine Zunahme sozialer Instabilität.
Insbesondere bei der direkt vor dem Festland gelagerten Insel Matsu sei das wirtschaftliche Potential sehr groß und illegale Sportwetten bereits weit verbreitet. Die Bewohner der Insel Matsu stimmten daher 2012 für den Bau eines Kasinos.
Bei einer Volksabstimmung auf den Pescadoren (Penghu) 2008 stimmte die Bevölkerung gegen den Bau von Kasinos.