Taipeh – 30. August 2014. Präsident Ma Ying-jeou hat sich heute zu dem seit längerer Zeit auf Eis liegenden Dienstleistungsabkommen mit China geäußert. Demnach werde seine Partei mit der Opposition über eine Überprüfung des Abkommens im Parlament verhandeln. Die neue Legislaturperiode beginnt Mitte September.
Auf einer Diskussionsveranstaltung mit jungen Wählern machte Ma die Blockadehaltung der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) dafür verantwortlich, dass das bereits im Juni letzten Jahres unterzeichnete Abkommen noch nicht verabschiedet worden sei.
Kritische Bemerkungen, nach denen das 2010 mit China vereinbarte Wirtschaftsrahmenabkommen (ECFA) Taiwans Abhängigkeit von China erhöht habe, wies Ma zurück. Für ihn habe das Abkommen erst die Möglichkeit zur Verhandlung von Freihandelszonen mit anderen Ländern eröffnet.
Taiwan könne China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, nicht ignorieren, so der Präsident. Die Regierung sei jedoch darum bemüht, bei ihrem Umgang mit China die Risiken so gering wie möglich zu halten.