Taipei – 2.9.2014 – Gemäß Präsident Ma Ying-jeou sind Besuche von Regierungsbeamten zwischen Taiwan und China mehr als nur ein Zeichen der Freundschaft. Ma machte diese Angaben heute bei einem Treffen mit einer Forschergruppe der Tokio Universität.
Gemäß Ma haben beide Seiten der Taiwanstraße bereits 21 Abkommen unterzeichnet. Der Vorsitzende der Kabinettskommission für Festlandangelegenheiten, Wang Yu-chi, besuchte im Februar Festlandchina. Der Vorsitzende des Taiwanbüros Festlandchinas, Zhang Zhijun, besuchte im Juni Taiwan. Dies seien die ersten gegenseitigen Besuche der für Festlandchina bzw. Taiwanpolitik zuständigen Regierungsbeamten seit 65 Jahren, so Ma. Diese Besuche seien nicht nur von symbolischer, sondern auch von praktischer Bedeutung. Dabei könne man auch gewisse Durchbrüche in einigen Fragen erzielen. So sei beim Taiwanbesuch Zhang Zhijuns im Juni ein Meinungsaustausch über verschiedene lang anstehende Fragen geführt worden. Auch wenn nicht sofort eine Lösung erzielt werde, zeige dies zumindest den guten Willen beider Seiten zu weiteren Verhandlungen darüber.
Präsident Ma wies außerdem auf die wichtigen Fortschritte bei den Beziehungen zwischen Taiwan und Japan in den vergangenen Jahren hin. Darunter das Fischereiabkommen, das beide Seiten nach 17 Jahren Verhandlungen im vergangenen Jahr unterzeichnen konnten. Nach Unterzeichnung eines Investitionsabkommens zwischen beiden Seiten seien japanische Investitionen in Taiwan bereits gestiegen, so Ma.
Gemäß Präsident Ma sind die Beziehungen zwischen Taiwan und Japan gegenwärtig auf dem besten Stand seit dem Abbruch der offiziellen diplomatischen Beziehungen im Jahr 1972.