Taipei – 4.9.2014 – Die Beziehungen zu Festlandchina hätten sich normalisiert und würden nicht durch einen „einzelnen Vorfall“ beeinträchtigt. Diese Angaben machte die Kabinettskommission für Festlandsangelegenheiten (MAC) gestern in einer Mitteilung. Der ehemalige Vize-Vorsitzende der Kommission, Chang Hsien-yao, war Mitte August von seinem Amt zurückgetreten. Ihm wird die Weitergabe von Staatsgeheimnissen an Peking vorgeworfen.
Die Kabinettskommission für Festlandsangelegenheiten vertritt in der Sache damit den gleichen Standpunkt wie Zhang Zhijun, der Direktor von Chinas Büro für Taiwan-Angelegenheiten. Dieser hatte bei einem USA-Besuch am Dienstag den Einfluss des Vorfalls auf die gegenseitigen Beziehungen heruntergespielt, zugleich jedoch die Öffentlichkeit darum gebeten, keine unbegründeten Vermutungen anzustellen.
Wie die MAC in ihrer Mitteilung ferner betonte, seien die Beziehungen zwischen Taiwan und China die stabilsten seit 65 Jahren. So habe man seit dem Amtsantritt von Präsident Ma Ying-jeou im Jahr 2008 bereits 21 gemeinsame Abkommen unterzeichnet. Taiwans Regierung werde sich daher auch weiterhin für eine friedliche Entwicklung der Beziehungen einsetzen.