Taipei – 5.9.2014 – Taiwan wird erneut von einem Lebensmittelskandal erschüttert. Wie nun bekannt wurde, sind fast 52.000 18-Liter-Kanister vermeintlichen Speiseöls in den Handel gelangt, das zu Teilen aus Küchenabfällen hergestellt wurde. Premierminister Jiang Yi-huah rief heute eine außerordentliche Versammlung ein und forderte die betreffenden Behörden dazu auf, gegen die Lebensmittelbetrüger harte Strafen zu verhängen.
Nach bisherigen Kenntnissen wurden die unreinen Öle von insgesamt 235 großen und kleinen taiwanischen Lebensmittelherstellern weiterverarbeitet. Laut Kabinettssprecher Sun Lih-chyun würden die betroffenen Produkte nun schnellstmöglich aus dem Handel genommen: „Das Ministerium für Gesundheit und Soziales will heute mit der Unterstützung der Lokalregierungen diese 235 Hersteller überprüfen, Informationen zusammentragen und im Internet veröffentlichen. Wir tun unser Möglichstes, dass alle betreffenden Produkte am Wochenende von den Regalen kommen, sodass sie in der nächsten Woche nicht mehr auf den Regalen vorzufinden sind.“
In der heutigen Versammlung wurde zudem beschlossen, dass betreffenden Produkten Lebensmittelzertifikate entzogen würden und man zudem untersuchen werde, ob die Öle auch in Mahlzeiten taiwanischer Schulkinder vewendet wurden. Ferner hat auch das Ministerium für Gesundheit und Soziales ein Expertentreffen einberufen, um festzustellen, inwieweit durch den Verzehr der gepanschten Öle beim Menschen gesundheitliche Schäden auftreten können. Yeh Ming-kung, der Leiter der Lebensmittelbehörde, nannte die jüngste Lebensmittelfälschung einen abscheulichen Betrug.