Taipei – 20.3.2014 – Guatemalas Ex-Präsident Alfonso Portillo hat sich vor zwei Tagen vor einem US-Gericht schuldig bekannt, zu Beginn seiner Amtszeit Schmiergelder in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar angenommen zu haben, um diplomatische Verbindungen mit Taiwan aufrecht zu erhalten. Portillo war von 2000 bis 2004 Präsident Guatemalas. Mit dem zentralamerikanischen Staat unterhält Taiwan seit 1960 diplomatische Beziehungen.
Der jetzige Präsident Guatemalas, Otto Perez Molina, hat sich am gestrigen Dienstag zu der Sache geäußert. Wie er in einer Pressekonferenz erklärte, liege der Vorfall bereits 14 Jahre zurück und werde sich daher nicht auf die Beziehungen zwischen Guatemala und Taiwan auswirken. Die bilateralen diplomatischen Beziehungen bestünden seit vielen Jahrzehnten und seien auch weiterhin stabil.
Taiwans Außenamtssprecherin Anna Kao wollte den Fall am gestrigen Mittwoch nicht kommentieren. Sie wies lediglich darauf hin, dass sich Taiwans Regierung seit dem Amtsantritt von Präsident Ma Ying-jeou streng an die Prinzipien der Auslandshilfe gehalten habe. Daher wies sie die Möglichkeit zurück, dass Taiwan einem verbündeten Staat Gelder angeboten habe, diplomatische Verbindungen aufrechtzuerhalten.