Taipei – 12.9.2014 – Im New Yorker Museum of the Moving Image beginnt heute eine große Retrospektive des taiwanischen Filmregisseurs Hou Hsiao-hsien. Dabei werden insgesamt 25 filmische Werke Hous gezeigt, in denen er entweder als Regisseur, Produzent oder Schauspieler tätig war. Nachdem sie im Mai bereits in Österreich gezeigt wurde, wird die Filmschau in der Folgezeit auch noch in anderen Städten weltweit zu sehen sein.
Gemeinsam verantwortlich für die Organisation der Retrospektive zeigen sich Taiwans Kulturministerium in Kooperation mit dem Taipei Kulturzentrum in New York, dem Bard College und dem Museum of the Moving Image. Regisseur Hou Hsiao-hsien gilt als einer der wichtigsten Vertreter der taiwanischen Nouvelle Vague, die in den 1980-er und 90-er Jahren den taiwanischen Film prägten. Seine Filme bestechen durch die realistische Darstellung des Lebens in Taiwan. Charakterisiert sind seine filmischen Werke auch durch die Kameraarbeit des taiwanischen Kameramanns Mark Lee Ping Bin, der darin auf lange Einstellungen und gedämpfte Farben setzt.
Für seinen Film „Stadt der Traurigkeit“ aus dem Jahr 1989 erhielt Hou bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen. Für sein Lebenswerk erhielt er 2007 außerdem beim Filmfestival von Locarno den Ehrenleoparden. Er war zudem bei den Filmfestspielen von Cannes sechs Mal für die Goldene Palme nominiert. Die aktuelle Filmschau in New York läuft noch bis zum 17. Oktober.