Taipei – 21.3.2014 – Su Tseng-chang, der Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), sowie die ehemalige DPP-Parteichefin Tsai Ing-wen haben die Entscheidung von Parlamentspräsdent Wang Jin-pyng begrüßt, nicht zu dem heute anberaumten Treffen mit Präsident Ma Ying-jeou zu erscheinen. Wang hatte am Morgen ein Treffen mit dem Präsidenten abgesagt, da er dieses als verfassungswidrig einstufte.
Der amtierende DPP-Chef Su bezeichnete das Fernbleiben Wangs von dem Treffen als korrekte Entscheidung. Da sich die Forderungen der Demonstranten im Parlament an Präsident Ma richten würden, müssten die derzeitigen Probleme zwischen den Menschen und der Regierung gelöst werden. Auch Ex-DPP-Chefin Tsai betonte, dass die Trennung von Legislative und Exekutive aufrechterhalten werden müsse.
Unterdessen brachten beide Politiker heute auch ihre Unterstützung gegenüber den Demonstranten zum Ausdruck. Su Tseng-chang bezeichnete deren Protest als großartig und versicherte ihnen, dass sie das Richtige täten. Kritik, dass seine Partei die Protestler mobilisieren würde, wies er zurück und betonte, dass diese idealistisch und ihre Aktionen spontan gewesen seien.