Taipei – 19.9.2014 – Er hoffe, dass Taiwan seine gewonnene Freiheit nicht aufgebe. Diese Angaben machte der sino-amerikanische Historiker Yu Ying-shih am heutigen Freitag im Anschluss einer Rede in Taipei. Yu ist einer der Preisträger des Tang-Preises, der gestern zum ersten Mal verliehen wurde. Er erhielt die Auszeichnung im Bereich Sinologie.
In der mehrere Jahrtausende umfassenden Geschichte Chinas habe sich Taiwan als einziges Beispiel demokratisch entwickelt, dessen Bevölkerung seine Staatsführer alle vier Jahre frei wählen könne. Dies sei laut Yu sehr viel wert, da die Taiwaner Werte wie Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit genießen könnten.
Der 84-jährige Yu, ehemals Professor mehrerer US-amerikanischer Eliteuniversitäten, gilt als scharfer Kritiker der chinesischen Regierung. Taiwan warnte er vor einer Infiltration Festlandchinas und brachte sogleich seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Taiwan seine hart erkämpfte Freiheit nicht wegwerfe.