Taipeh – 22. März 2014. Auch außerhalb Taipehs hat es Proteste gegen die Regierungspartei Kuomintang gegeben. Landesweit haben sich sich Demonstranten außerhalb der lokalen KMT-Büros versammelt und sind in einen Sitzstreik getreten, um gegen die Handhabung des Dienstleistungsabkommens mit China seitens der Partei zu protestieren. Die Demonstranten waren damit dem Aufruf von Studenten gefolgt, die das Parlamentsgebäude in Taipeh besetzt halten, die KMT zu belagern.
Am Freitag Abend begannen Dutzende von Studenten in der südlichen Stadt Kaohsiung mit ihrer Sitzblockade. Auch am Samstag fanden sich immer mehr Personen vor der örtlichen KMT-Zweigstelle zusammen, um den Studenten gegenüber ihre Solidarität auszudrücken. Etwa 100 Personen versammelten sich bis Samstag Mittag vor dem KMT-Büro in Taichung. Viele brachten Sonnenblumen mit, die zu einem Symbol des Studetenprotests gegen das Dienstleistungsabkommen zwischen Taiwan und China geworden sind.
Im Landkreis Miaoli drückten mehrere Landwirte vor dem KMT-Büro ihre Unzufriedenheit gegenüber dem „undurchsichtigen Umgang“ der Regierung mit dem Dienstleistungsabkommen aus. Die von einem oppositionellen Politiker der Taiwan Solidaritätsunion angeführte Demonstration wurde jedoch von der Polizei aufgelöst, nachdem die Protestierenden das Gebäude der Partei mit Feuerwerkskörpern und Eiern beworfen hatten.