close
RTI DeutschRTI App herunterladen
öffnen
:::

Korrektur der Deutsche Welle nach Protest an Ma-Interview

  • 26-09-2014
  • Editor
Korrektur der Deutsche Welle nach Protest an Ma-Interview
DW-Bericht

Taipeh – 26. September 2014. Die Deutsche Welle (DW) hat nach Protesten aus Taiwan angebliche Aussagen von Präsident Ma Ying-jeou korrigiert. Der chinesische Internetauftritt der DW hatte Ma zuvor mit den Worten zitiert, er wolle von der deutschen Erfahrung einer Vereinigung lernen. In der korrigierten Fassung heißt es nun, Ma habe gesagt, dass er von den Erfahrungen der beiden deutschen Staaten bei ihrem gegenseitigen Umgang lernen wolle.

Wie der Direktor der DW-Chinesischabteilung Philipp Bilsky gestern bekannt gab, sei nur noch die korrigierte Fassung auf den Internetseiten abrufbar. Außerdem habe man eine Anmerkung an den korrigierten Bericht angehangen. Präsidialamtssprecherin Ma Wei-kuo sagte: „Es waren keine Journalisten der chinesischen Deutsche Welle-Redaktion (bei dem Pressetermin des Präsidenten) vor Ort. Darum ist der Bericht über Präsident Mas Aussagen zur Vereinigung vollkommen aus der Luft gegriffen und entspricht nicht den Tatsachen. Das Präsidialamt bedauert den Vorfall und stellt hiermit seinen Standpunkt klar.“

 

Sprecherin Ma sagte weiter, was der Präsident meine, wenn er davon spreche, von den Erfahrungen Deutschlands lernen zu wollen, sei das Konzept „Ein Deutschland, zwei Staaten“ sowie die Trennung der Fragen von Souveränität und Rechtshoheit. Doch der Präsident habe auch klar gemacht, dass die Taiwan-China-Beziehungen ganz anders seien als die zwischen Ost- und Westdeutschland. Deren Erfahrungen könne man daher nicht eins zu eins auf die Situation in der Taiwan-Straße übertragen, so Ma.

Kommentare

Aktuell in dieser Rubrikmehr