Taipeh – 7. Oktober 2014. Die Vereinigten Staaten von Amerika stellen eine engere Zusammenarbeit mit Taiwan im Bereich Katastrophenschutz in Aussicht. Dies gab ein ranghoher US-Vertreter am Rande der bilateralen Verteidigungskonferenz gestern bekannt. Laut Todd Chapman vom Büro für politische und militärische Angelegenheiten des US-Außenministeriums sei die verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern in Asien ein wichtiges Anliegen der regionalen US-Politik. Ferner sagte Chapman, dass die USA Taiwan nicht zugunsten engerer militärischer Beziehungen mit China opfern würden.
Konferenzteilnehmer Huang Chieh-cheng von Taiwans Tamkang-Universität sagte jedoch, dass die Eigenständigkeit von Taiwans Verteidigung ein Hauptthema der Gespräche sei. Seiner Einschätzung nach werde es nicht einfach für Taiwan in den kommenden beiden Jahren in großem Maße Waffen aus den USA einzukaufen. Wenn Taiwan mit der Eigenproduktion von Waffen beginne, würden jedoch auch US-Unternehmen mit einsteigen.
Taiwans Delegationsleiter, Vizeverteidigungsminister Chiu Kuo-cheng, betonte den Entschluss Taiwans zum Ankauf von Waffen und der Eigenproduktion von Rüstungssystemen. Die Waffen dienten jedoch niemals der Bedrohung oder Einschüchterung von Nachbarländern. Mit ihnen verbunden sei vielmehr der Wunsch nach Beibehaltung des Friedens, so Chiu.