Taipeh – 13. Oktober 2014. Laut Taiwans Seuchenkontrollzentrum (CDC) bestehe in Taiwan nur ein geringes Risiko für den Ausbruch einer Ebola-Epidemie. Trotzdem gebe es vorbeugende Gesundheitskontrollen an den Grenzen, um einen Ausbruch der Infektionskrankheit in Taiwan mit aller Kraft zu verhindern. Dies gab der Leiter des Zentrums Chou Jih-haw heute auf einer Pressekonferenz bekannt.
Zuvor war in den USA der erste Fall einer einheimischen Übertragung von Ebola bekannt geworden. In einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Texas hatte sich eine Krankenschwester bei der Behandlung eines Ebola-Patienten mit dem tödlichen Virus angesteckt. Es war der erst zweite Fall einer Übertragung außerhalb Afrikas.
Chou sagte: „Auch den Analysen von US-Wissenschaftlern nach ist das Risiko bei uns eher niedrig. Aber darum sind wir nicht nachlässig geworden, sondern haben mit Gesundheitsuntersuchungen an den Grenzen begonnen. Wir messen die Körpertemperatur von jedem, der in das Land einreist. Unseren Informationen nach führen andere Staaten nur Untersuchungen bei Reisenden aus den drei afrikanischen Epidemie-Gebieten durch.“
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es bis zum 8. Oktober in sieben Ländern insgesamt 8399 Fälle von Ebola gegeben. 4033 der Erkrankten sind an dem Virus gestorben. 416 der Infizierten gehörten zum medizinischen Personal. Von ihnen starben 233 Personen.