Taipei – 15.10.2014 – Der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehene Tang-Preis werde in der Zukunft zweifelsfrei den Status des Nobelpreises erreichen. Davon ist Wang Fan-sen überzeugt, der Vizepräsident der Academia Sinica, Taiwans Nationaler Akademie der Wissenschaften, der dies in einem kürzlichen Interview mitteilte.
Aufgrund strenger Auswahlverfahren und seiner guten Ergänzung zum Nobelpreis werde der Preis in Zukunft laut der Ansicht Wangs in seinen Wissenschaftsfeldern zur weltweit wichtigsten Auszeichnung aufsteigen. Der Preis, der 2012 von dem taiwanischen Unternehmer Samuel Yin gegründet wurde, wird in vier Bereichen verliehen, darunter Sinologie, nachhaltige Entwicklung, Biopharmazie und Rechtsstaatlichkeit.
Wie Wang Fan-sen weiter deutlich machte, sei der Nobelpreis in einer eurozentrischen und naturwissenschaftslastigen Zeit gegründet worden, in der zum Beispiel der Entwickung der chinesischen Geschichte und Zivilisation keine große Beachtung geschenkt worden sei. Der Tang-Preis, so Wang, könne für Taiwan eine Tür zur Welt öffnen und die Taiwaner zugleich ermutigen, auch mehr von globalen Fragen Kenntnis zu nehmen.