Taipei – 15.10.2014 – Man solle die derzeitige Krise in der Lebensmittelbranche dazu nutzen eine Wende einzuleiten. So die Angaben von Präsident Ma Ying-jeou vom heutigen Mittwoch. Die wiederholten Lebensmittelvorfälle hätten bei der Bevölkerung für Entsetzen und Verbitterung gesorgt, so Präsident Ma. Inselweit seien daher nun mehr als 200 Personen im Einsatz, die mit der Durchführung von Lebensmittelkontrollen und der Aufdeckung von Lebensmittelfälschern beauftragt seien.
Laut Präsident Ma werde man entschlossen gegen Lebensmittelbetrüger vorgehen: „Ob es letztendlich noch weitere Pulverfässer gibt, dazu müssen wir die Veröffentlichung unserer Untersuchungsergebnisse abwarten. Wichtig ist es nun, dass wir die Gelegenheit nutzen und mit der Krise eine Wende einleiten. Wir müssen gründliche Untersuchungen durchführen und mögliche Schlupflöcher stopfen. Das ist in dieser Phase unsere wichtigste Aufgabe.“
Wie Taiwans Präsident weiter erklärte, habe man zuletzt auch ein Importöl aus Vietnam entdeckt, dass zwar als Speiseöl für den menschlichen Gebrauch deklariert gewesen sei, bei Kontrollen jedoch als nicht für den menschlichen Gebrauch geeignet aufgefallen sei. Ein solcher Fall betreffe daher auch die Bereiche Unterlagenfälschung und Betrügerei, für die die Gesundheitsbehörde in der Vergangenheit nicht zuständig gewesen sei. Das Kabinett habe jedoch bereits ein Büro für Lebensmittelfragen eingerichtet, in dem Experten mit der Koordinierung der verschiedenen Aufgabenfelder betraut seien.