Taipei – 16.10.2014 – Die Regierung von Kiribati solle selbst für die verschwundenen Hilfszahlungen aus Taiwan aufkommen und das betreffende Projekt zu Ende bringen. Dies teilte Taiwans Außenminister David Lin heute mit. Ein neuseeländischer Radiosender hatte zuletzt berichtet, dass Taiwan von Kiribati bereits Angaben zum Verbleib von rund 1,5 Millionen US-Dollar angeblich verschwundener Hilfszahlungen gefordert habe. Das Geld aus Taiwan sollte dem pazifischen Inselstaat bei der Beschaffung von Landungsbooten zugute kommen.
Außenminister Lin machte den Standpunkt der Regierung in der Sache deutlich: „Unsere ursprüngliche Hilfe betrug 1,7 Millionen Australische Dollar, derzeit wird davon der Verbleib von einer Million noch untersucht. Wir sind der Ansicht, dass die Regierung von Kiribati die Verantwortung übernehmen und für die Verluste aufkommen muss. Sie sollten dieses Projekt mit anderen Mitteln fertigstellen.“
1,7 Millionen Australische Dollar entsprechen etwa 1,5 Millionen US-Dollar. Laut David Lin habe die Regierung von Kiribati bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Verbleib der Hilfszahlungen befassen soll. Laut einem Zeitungsbericht sei das Geld wohl nicht an die Schiffswerft, sondern auf ein anonymes Bankkonto im Ausland überwiesen worden.