Taipei – 17. Oktober 2014
Der Besuch des umstrittenen Yasukuni-Schreins in Tokio durch japanische Kongressabgeordnete wurde von Taiwans Außenministerium als bedauerlich und nicht förderlich für die regionale Entwicklung bezeichnet.
In einer Stellungnahme drückte Taiwans Außenministerium (MOFA) seine Hoffnung aus, dass die Politiker Japans aus der Geschichte lernen und mehr Empfinden für den Schmerz und die Trauer der unter den japanischen Aktionen des Zweiten Weltkriegs leidenden Länder zeigen würden. Der Besuch des Schreines durch japanische Parlamentarier erschaffe bei den anderen Ländern Betroffenheit und Unbehagen, so hieß es in der Stellungnahme von Taiwans Außenministerium.
Taiwans Regierung betonte die Bedeutung der Entwicklung freundlicher und kooperativer Beziehungen zu Japan, beim Blick auf die Vergangenheit sei aber eine rationale und objektive Haltung erforderlich. Man hoffe, dass Japan konstruktiv mit an einer Vision des Friedens und der Wohlfahrt arbeiten werde.
Im japanischen Yasukuni-Schrein wird der im Zweiten Weltkrieg gefallenen japanischen Soldaten und auch solche geehrt, die Greueltaten in China, Korea und anderen Ländern vollzogen haben.
Der Schreinbesuch wird von den Ländern Ostasiens als Demonstration der Uneinsichtigkeit Japans in deren aggressives Verhalten der Vergangenheit interpretiert und daher seit Jahren kritisiert.
MOFA: Yasukuni-Schrein-Besuch japanischer Parlamentarier bedauerlich
- 17-10-2014
- Editor
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