Taipeh – 20. Oktober 2014. Taiwans Tourismusbüro hat die Reisegesellschaften des Landes dazu aufgefordert, ausländische Besucher in Taiwan verstärkt vor sittenwidrigem Verhalten zu warnen. Zuvor hatten Medienberichte über einen Fall für Entrüstung gesorgt, bei dem eine Mutter ihr Kind in einem Restaurant öffentlich urinieren ließ. Die Frau war mit einer Reisegruppe aus China in Taiwan.
Laut Tourismusbüro stünden auf das Urinieren an öffentlichen Orten Bußgeldzahlungen in Höhe von 1200 bis 6000 Taiwan-Dollar (30-150 Euro). Nach Angaben des Büros habe es in der Vergangenheit bereits mehrere Fälle von Reisegruppenteilnehmern aus China gegeben, die öffentliche Plätze verunstaltet und damit nicht nur die natürliche Umgebung beschädigt, sondern auch die Rechte der anderen Besucher eingeschränkt hätten.
Wie das Tourismusbüro weiter mitteilte, sei es in Naturschutzgebieten etwa verboten, den eigenen Namen in Bäume einzuritzen, auf Bäume zu klettern oder Steine zu entfernen. Missetäter würden mit Bußgeldzahlungen in Höhe von bis zu 15 000 Taiwan-Dollar (390 Euro) bestraft. Ein Verstoß gegen die Nichtraucherverordnung in einem öffentlichen Gebäude werde mit einem Bußgeld von 10,000 Taiwan-Dollar (260 Euro) geahndet.