Taipeh – 20. Oktober 2014. Der Vorsitzende von Taiwans Stiftung für den Austausch über die Taiwan-Straße (SEF) hat heute vor dem Innenausschuss des Parlaments die anhaltende Bedeutsamkeit der Organisation betont. Damit trat Lin Join-sane Spekulationen entgegen, nach denen die Rolle der halboffiziellen Stelle für Verhandlungen mit China abgenommen hätte, seit Taipeh und Peking an Kontakten auf Regierungsebene arbeiten würden.
Zwar stünden mit Taiwans Festlandkomission und Chinas Taiwanbüro bereits Regierungsinstitutionen beider Seiten in direktem Kontakt miteinander. Es werde jedoch noch „eine ganze Weile“ dauern, bis es auch einen Verhandlungsmechanismus auf Regierungsebene geben werde, so Lin.
Laut Lin sei die Stiftung als von der Regierung autorisierte Organisation nach wie vor für Verhandlungen und die Unterzeichung von Abkommen mit ihrem chinesischen Gegenstück, der Vereinigung für die Beziehungen über die Taiwan-Straße (ARATS), zuständig. Die im Jahr 1991 gegründete SEF bleibe damit auch weiterhin die Vorreiterin in den Verhandlungen mit China.
Wie Lin weiter sagte, helfe die Stiftung vielen taiwanischen Geschäftsleuten in China bei Problemlösungen. Außerdem biete sie Dienste, wie die Beglaubigung von Dokumenten und juristische Beratungen für Menschen aus Taiwan und China an. Jedes Jahr bearbeite die Stiftung mehr als 400,000 derartiger Fälle.