Taipei – 10.1.2014 – Die oppositionelle Demokratische Fortschrittspartei (DPP) hat gestern ein Papier zu ihrer Chinapolitik für 2014 vorgelegt. Die Partei nimmt demnach hinsichtlich ihrer Chinapolitik auch im laufenden Jahr keine grundlegenden Veränderungen vor. In Taiwan wolle man jedoch dazu beitragen, für Studierende, Touristen und Ehepartner aus China eine freundliche Umgebung zu schaffen.
Wie der DPP-Parteivorsitzende Su Tseng-chang erklärte, habe es in der internen Debatte zur Chinapolitik hinsichtlich der Souveränitätsfrage Taiwans zwar keine Fortschritte gegeben. Dennoch werde in dem vorgelegten Papier deutlich, dass sich die Partei den gesellschaftlichen Fragen von heute stelle und versuche, die eigenen Standpunkte innerhalb eines angemessenen Zeitraums den Gegebenheiten anzupassen. Dem Austausch mit China auf der Bürgerebene messe seine Partei eine große Bedeutung bei, so DPP-Chef Su weiter.
Unterdessen hat sich heute das Büro für Taiwan-Angelegenheiten im chinesischen Staatsrat zur Chinapolitik von Taiwans wichtigster Oppositionspartei geäußert. Demnach mache das DPP-Papier deutlich, dass die Partei weiterhin für die Unabhängigkeit Taiwans eintrete. Zwar habe die DPP immer wieder behauptet, einen geregelten Austausch zwischen Taiwan und China anzustreben. Durch das nun vorgelegte Papier zur Chinapolitik komme jedoch das Gegenteil zum Ausdruck, so die Ansicht von Chinas Rat für Taiwan-Angelegenheiten.