Taipei – 23.10.2014 – Der Konsens von 1992 werde von einem Großteil der taiwanischen Bevölkerung geteilt, so Präsident Ma Ying-jeou am heutigen Donnerstag in Taipei. Er machte seine Aussage bei einem Treffen mit Delegierten des US-amerikanischen National Committee on American Foreign Policy (NCAFP). Unter dem „Konsens von 1992“ wird das Prinzip des „einen China“ verstanden, welches von beiden Seiten der Taiwanstraße unterschiedlich interpretiert werden kann.
Auf der Grundlage des Konsens habe er sich seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren für die Verbesserung der Beziehungen zu China eingesetzt, so Präsident Ma Ying-jeou. Nun seien zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße bereits 21 gemeinsame Abkommen unterzeichnet worden. Auch mache man sich für weitere bilaterale Abkommen wie das Dienstleistungsabkommen, das Warenabkommen und das Investitionsschutzabkommen stark.
Wie Taiwans Präsident weiter deutlich machte, hätten sich auch die Beziehungen Taiwans zu den USA seit seinem Amtsantritt wieder gebessert. Mit Gina McCarthy, der US-Umweltministerin, habe zuletzt die höchste US-Politikerin seit 14 Jahren Taiwan einen Besuch abgestattet. Zudem hätten beide Seiten im April dieses Jahres die TIFA-Handelsgespräche wieder aufgenommen, so Präsident Ma.