Taipei – 24. Oktober 2014 – Präsident Ma Ying-jeou hofft auf die Einrichtung von ständigen Vertretungen auf beiden Seiten der Taiwanstraße durch Taiwan und China vor dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2016.
Präsident Ma machte seine Äußerungen beim Gespräch mit Harvard Professor Michael Porter auf dem „Forum für ein wettbewerbsfähiges Taiwan“ in Taipei.
Desweiteren hoffe er auf eine möglichst schnelle Vollendung der Verhandlungen für ein Warenhandels- und Dienstleistungshandelsabkommen zwischen Taiwan und China.
Präsident Ma wies darauf hin, dass es ihm bei seinem Amtsantritt vor sechs Jahren darum ging, einen umfassenden und stabilen Rahmen für einen reibungslosen Austausch in der Taiwanstraße zu schaffen, um Frieden und Wohlstand zu sichern.
„Bei allem was wir nun machen geht es darum, eine Basis für die Lösung zukünftiger Probleme zu schaffen. Das chinesische Volk hat das Wissen, die Probleme zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße zu lösen. Dies benötigt aber Zeit, man muß nicht zu sehr darauf drängen.“
Als größtes externes Problem bei der wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnete Präsident Ma die fehlenden diplomatischen Beziehungen zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern, die den Abschluss von bilateralen Handelsabkommen erschwerten , was zu einem Zurückfallen Taiwans hinter Südkorea beitrage.
Intern werde die wirtschaftliche Entwicklung durch die Sichtweise einiger gegenüber China und den Widerstand gegen weitere Liberalisierungsschritte beeinflusst.
Es gelte daher, eine schnelle Anpassung der Industriestruktur und eine Modernisierung der Wirtschaftskonzepte anzustreben. Taiwan wäre bei Lösung der internen und externen Probleme weiter recht wettbewerbsfähig, sagte Präsident Ma Ying-jeou.