Taipeh – 27. Oktober 2014. Taiwans Stiftung für den Austausch über die Taiwan-Straße (SEF) hat sich heute gegen Vorwürfe des Stimmenkaufs gewehrt. Zuvor hatte ein Verband von taiwanischen Geschäftsleuten in Shanghai dazu aufgerufen, zu den Lokalwahlen am 29. November nach Taiwan zurückzukehren und dafür besonders günstige Flugtickets in Aussicht gestellt.
Der SEF-Vorsitzende Lin Join-sane sagte, dass das Angebot von Vorteilstickets ein Service der Fluglinien sei, um das Wahlrecht für die Geschäftsleute in China zu wahren. Es sei eine vernünftige Maßnahme, die für Unterstützer aller Parteien gelte und die daher nichts mit Stimmenkauf zu tun habe, so Lin.
Derzeit arbeiten mehrere hunderttausend taiwanische Geschäftsleute in China. Vorteilstickets für den Zeitraum ab einer Woche vor den Wahlen sollen laut Medienberichten ab einem Betrag von 10 000 Taiwan-Dollar (200 Euro) erhältlich sein. Ein ähnliches Angebot von Charterflügen gebe es laut Lin Join-sane auch für die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest.
Bezüglich der Nachrichten, dass Organisationen mit finanzieller Unterstützung aus China Einfluss auf die Wahlen in Taiwan nehmen könnten, sagte Lin nur, Taiwan habe eine pluralistische und demokratische Gesellschaft. Jedem sei freigestellt, welche Partei man unterstützt. Auch die Stiftung für den Austausch über die Taiwan-Straße werde sich an das Neutralitätsgebot halten.