Taipei – 29.10.2014 – Taiwan plant ab 2015 eine Ausweitung solcher Importprodukte aus Japan, die vor der Einfuhr auf Strahlung geprüft werden müssen. Dies gab Chiang Yu-mei heute bekannt, die Leiterin der Lebens- und Arzneimittelzulassungsstelle. Demnach sollen in Zukunft auch Teeprodukte, Süßigkeiten, Gebäck und Getreideprodukte auf ihren Strahlungsgehalt kontrolliert werden.
Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 hatte Taiwan bereits Strahlentests bei acht Produktarten eingeführt, darunter Obst und Gemüse, Milchprodukte und Babynahrung. Ferner wurde nach der Katastrophe Produkten aus fünf japanischen Präfekturen ein Importverbot auferlegt.
Umweltgruppen hatten in der Sache jedoch wiederholt Taiwans Regierung kritisiert, da die Strahlenkontrollen japanischer Importprodukte zu lasch durchgeführt würden. Laut Chiang Yu-mei sollten in Zukunft auf Lebensmitteln aus Japan der genaue Herkunftsort angegeben werden und betreffende Produktgruppen noch in Japan eine Strahlenkontrolle durchlaufen. In den kommenden zwei Monaten werde man sich nun verschiedene Meinungen einholen und die neuen Regelungen frühestens Anfang 2015 einführen.