Taipei – 30.10.2014 – Taiwan sei ein Leuchtturm für Homosexuelle in Asien. So ein Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung „The New York Times“ vom gestrigen Mittwoch. An der Pride Parade am vergangenen Samstag hatten in Taipei rund 65.000 Menschen teilgenommen, von denen etliche auch aus anderen asiatischen Ländern wie Hongkong, den Philippinen, China und Singapur angereist waren.
Laut dem Times-Bericht seien in den letzten 20 Jahren im Zuge der Demokratisierung Taiwans auch die Rechte Homosexueller ausgeweitet worden, die nun schon das dreizehnte Jahr in Folge in Taiwans Hauptstadt eine große Parade abgehalten hätten. Während in immer mehr US-Staaten und Ländern in Europa und Lateinamerika gleichgeschlechtliche Ehen immer öfter legalisiert würden, hätten Homosexuelle innerhalb Asiens häufig wenige Grundrechte. So stünden homosexuelle Handlungen und Partnerschaften in Ländern wie Brunei, Indonesien, Malaysia und Singapur immer noch unter Strafe.
Taiwan sei in dieser Hinsicht im asiatischen Vergleich um Welten weiter. So könnten offen homosexuell lebende Menschen im taiwanischen Militär dienen. Und auch das Bildungsministerium fördere in Schulbüchern Toleranz für Schwule und Lesben. Auch habe das Parlament Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz verabschiedet. Die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen stoße jedoch bei christlichen Gruppen und der Regierungspartei immer noch auf Widerstand.