Taipeh – 4. November 2014. Die Anzahl von Immobilienverkäufen in Nordtaiwan ist im Oktober zurückgegangen. Analystenangaben zufolge sei dafür vor allem die Erwartung von weiteren Maßnahmen verantwortlich gewesen, mit denen die Regierung die Immobilienpreise senken will. Zu den möglichen neuen Regelungen gehört etwa eine Kapitalertragssteuer auf den Verkauf von Eigentumswohnungen, die sich nach dem tatsächlichen Verkaufspreis und nicht mehr nach Schätzungen seitens der Lokalregierungen richtet.
Nach statistischen Angaben der Lokalregierungen seien Verkäufe von Wohnhäusern, Büros und Geschäften in der Hauptstadt Taipeh im Oktober um ein Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr hat es sogar einen Rückgang von 19,9 Prozent gegeben. In Taiwans bevölkerungsreichster Stadt New Taipei City seien die Verkäufe gegenüber September um 9,4 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 Prozent gefallen.
Analystenangaben zufolge habe der einheimische Immobilienmarkt an Fahrt verloren, seit das Finanzministerium die Einführung der Kapitalertragssteuer angekündigt hat. Experten erwarten, dass das neue Steuermodell die Kosten für Spekulanten und Besitzer von mehreren Immobilien erhöhen werde. Käufer hätten dagegen eine abwartende Haltung eingenommen, in der Hoffnung, dass sich die Preise senken.
Andere Analysten erwarten für das traditionell umsatzstarke vierte Jahresquartal wieder einen Anstieg der Immobilienverkäufe, nachdem am 29. November die landesweiten Lokalwahlen stattgefunden haben.