Taipeh – 4. November 2014. Am Dienstagmorgen ist ein Fahrer absichtlich mit seinem PKW gegen das Eingangstor der Residenz des Präsidenten gefahren. Dabei ging ein Eimer mit roter Farbe zu Bruch, den der Mann an die Stoßstange seines Wagens montiert hatte. Bei dem Zusammenstoß wurde niemand verletzt. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei gab der Mann an, er habe mit seiner Tat auf Mängel in Taiwans Gesundheitssystem aufmerksam machen wollen.
Die Sprecherin des Präsidialamts Ma Wei-kuo verurteilte den Vorgang als einen gewalttätigen Akt: „Präsident Ma Ying-jeou befand sich zum fraglichen Zeitpunkt in seiner Residenz und wurde sofort über den Vorfall informiert. Das Präsidialamt respektiert das Recht der Menschen, auf vernünftige Art ihre Meinung zu äußern. Aber wir verurteilen jegliche Form von Gewalt.“
Nach Polizeiangaben habe sich der Schaden in Grenzen gehalten, weil die Reifen durch Bodensperren blockiert worden seien. Nach seiner Vernehmung wurde der Mann gegen eine Kaution von 20 000 Taiwan-Dollar (520 Euro) wieder freigelassen.