Taipeh – 4. November 2014. Während seiner Amtszeit werde es keine Gespräche mit Peking über eine Vereinigung mit China geben. Dies sagte Präsident Ma Ying-jeou heute in einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN. Demnach habe Ma gesagt, dass die Souveränität des Landes nicht einer Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen mit China geopfert werden würde.
Neben Gesprächen über eine Vereinigung mit China schloss der Präsident auch den Weg einer Unabhängigkeit für Taiwan sowie die Anwendung von Waffengewalt aus. Nur so könne laut Ma langfristig ein stabiler Rahmen für eine friedliche Entwicklung zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße aufrecht erhalten werden.
Mit Bezug auf die Proteste in Hongkong sagte Ma laut Bericht, dass man in Taiwan die Occupy Central-Bewegung genauestens verfolge. Außerdem beobachte man, ob Peking seinem Versprechen von allgemeinen Wahlen gegenüber Hongkong nachkommt. Davon abgesehen sei Taiwan aber grundverschieden von Hongkong und er habe keine Bedenken, dass Taiwan zu einem zweiten Hongkong werden könnte, so Ma.