Taipei – 27.3.2014 – Die Proteste gegen das umstrittene Dienstleistungsabkommen mit China, die nun schon schon seit über einer Woche anhalten, sollen weiter ausgeweitet werden. Dies gaben die Vertreter von zehn Studentengruppen und Nichtregierungsorganisationen heute auf einer Pressekonferenz bekannt. Demnach planen die Aktivisten für den kommenden Sonntag Nachmittag einen Protestmarsch vor dem Präsidentenpalast in Taiwans Hauptstadt Taipei. Die Besetzung des Parlaments soll ungeachtet der Demonstration fortgesetzt werden, so die Angaben der Aktivisten.
Unterdessen machte Präsidialamtssprecherin Garfie Li heute deutlich, dass die Republik China (Taiwan) ein demokratischer Rechtsstaat sei, in dem die Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung hätten. Zugleich appelliere die Regierung jedoch an die Menschen, von diesem Recht nur auf friedliche und vernünftige Art und Weise Gebrauch zu machen. Wie Garfie Li zudem betonte, sei Präsident Ma Ying-jeou auch weiterhin zu Gesprächen mit den Protestlern bereit:
„Der Präsident hat beteuert, dass er dazu bereit ist, die Studenten in das Präsidialamt einzuladen und ohne irgenwelche Vorbedingungen Meinungen zum Dienstleistungsabkommen auszutauschen. Dabei könne man auch die von den Studentenvertretern in den letzten Tagen vorgebrachten Forderungen besprechen. Das Präsidialamt hofft, dass die Studenten dem zustimmen.“
Desweiteren brachte Präsident Ma wiederholt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Besetzung des Parlaments auf friedliche Art und Weise beendet würde, damit das Parlament seine Arbeit möglichst bald wiederaufnehmen könne.