Taipeh – 10. November 2014. Nach der Ankündigung einer Freihandelszone zwischen China und Südkorea hat das Wirtschaftsministerium heute eine Beschleunigung der Gespräche über ein Warenhandelsabkommen mit China gefordert. Vizewirtschaftsminister Chuo Shih-chao sagte, dass die Übereinkunft zwischen China und Südkorea großen Druck auf Taiwan ausüben werde. Darum müssten die Verhandlungen über das Warenabkommen mit China innerhalb eines halben Jahres vor Inkrafttreten der Freihandelszone abgeschlossen werden.
Vertreter des Wirtschaftsministeriums in Südkorea trügen laut Chuo Details über die von der Steuer befreiten Artikel in der entstehenden Freihandelszone zusammen. Danach werde man von China mindestens ein gleiches oder vorteilhafteres Angebot fordern. Das Wirtschaftsministerium rechnet insbesondere aufgrund der ähnlichen Industriestruktur in Taiwan und Südkorea mit großen Auswirkungen der Freihandelszone auf die taiwanische Wirtschaft. Für Taiwan befürchtet das Ministerium Wettbewerbsnachteile in verschiedenen Produktbereichen, darunter etwa Stahl, Maschinenbau, Autos, Tablet-Computer oder auch Textilien.