Taipeh – 11. November 2014. Laut Angaben des Seuchenkontrollzentrums hat es in der vergangenen Woche 1531 neue Fälle von Dengue-Fieber in Taiwan gegeben. Damit seien innerhalb dieses Jahres bereits mehr als 10 000 Menschen an der Tropenkrankheit erkrankt. Im südlichen Kaohsiung hatte es allein in der vergangenen Woche 16 neue Fälle gegeben, vier der Erkrankten starben.
Das Seuchenkontrollzentrum sagte, dass alle vier Verstorbenen ein Alter zwischen 64 und 79 Jahren sowie eine Vorgeschichte mit chronischen Krankheiten gehabt hätten. Insgesamt hat das Dengue-Fieber in diesem Jahr bereits 13 Menschenleben gefordert. Laut Liu Ting-ping vom Seuchenkontrollzentrum hätten sich 97 Prozent aller Krankheitsfälle in Kaohsiung ereignet.
Dem Zentrum steht eigenen Angaben nach ein Budget von 50 Millionen Taiwan-Dollar (ca. 1,3 Millionen Euro) zur Eindämmung der Krankheit zur Verfügung. Der Direktor des Seuchenkontrollzentrums Chou Chih-haw verteidigte zudem das Vorgehen, die Brutstätten der Krankheitserreger mit Meerwasser zu reinigen. Man habe diese Maßnahme zum ersten Mal in einem Wohngebiet getestet und werde das Ergebnis beobachten, so Chou.