Taipei – 12.11.2014 – Finanzminister Chang Sheng-ford hat sich heute zu dem bevorstehenden Freihandelsabkommen (FTA) zwischen China und Südkorea geäußert. Dies solle man laut Chang dazu nutzen, die eigene Handelskooperation mit China zu verstärken. Am Rande des APEC-Gipfels in Peking hatten beide Länder erklärt, dass das gemeinsame FTA bereits ausgehandelt und noch in diesem Jahr unterzeichnet werden soll. Finanzminister Chang betonte den Einfluss des Abkommens auch auf Taiwan:
„Mittel- und langfristig wird sich das auf unsere Exporte auswirken. Unser Wirtschaftswachstum stützt sich zu 70 % auf den Export, von dem wiederum 40 % nach China geht. Unsere nach China exportierten Produkte überschneiden sich zu einem Großteil mit jenen aus Südkorea. Wenn durch das FTA zwischen China und Südkorea Zölle abgebaut werden und sich bei uns nichts ändert, dann wird unsere Wettbewerbsfähigkeit geschwächt. Hier ist der Einfluss am größten. Wir sollten die Chance nutzen und diesen Moment als Warnsignal betrachten, damit unser Warenabkommen, wie auch das Dienstleistungsabkommen, schnellstmöglich unterzeichnet und verabschiedet wird.“
Auch laut Perng Fai-nan, Vorstandschef von Taiwans Zentralbank, solle man das kommende Abkommen zwischen China und Südkorea als Warnsignal begreifen, sich aktiv um die regionale Wirtschaftsintegration zu bemühen. Als kleine aber offene Volkswirtschaft müsse sich Taiwan unbedingt in die globale Wirtschaft einfügen, da Taiwans Wirtschaftswachstum ansonsten in Mitleidenschaft gezogen würde.