Taipeh – 17. November 2014. Bei den anstehenden Wirtschaftsverhandlungen zwischen Taiwan und Japan werde es vor allem um gegenseitige Einfuhrbeschränkungen gehen. Dies gab Vizeaußenminister Andrew Kao heute bekannt. Seit dem letzten Speiseölskandal in Taiwan hatte Japan die Einfuhr bestimmter Produkte aus Taiwan beschränkt. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 hatte Taiwan den Import von Agrarprodukten aus der Region eingestellt.
Die Opposition kritisierte japanische Forderungen nach einer Aufhebung des Einfuhrverbots von Agrarprodukten aus fünf umliegenden Kreisen und Städten in der Nähe des Atomreaktors. Tsai Huang-liang von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) sagte, dass die Forderungen nach Öffnung für die Produkte aus der Region unhaltbar seien, solange Japans Einfuhrbeschränkungen Taiwans Lebensmittelprodukten schaden würde. Was das Thema der Lebensmittelsicherheit angehe, müsse die Regierung mit vollstem Einsatz mit der japanischen Seite verhandeln, so Tsai.
Darauf erwiderte Vizeminister Kao, dass es bei der anstehenden Konferenz zunächst um einen Austausch von Meinungen gehen werde. Diskussionen über die Aufhebung eines Einfuhrstopps werde es nur geben, wenn man zuerst die Sicherheit der Produkte gewährleisten könne. Die bilateralen Wirtschaftsverhandlungen zwischen Taiwan und Japan werden am 19. und 20. November in Taipeh stattfinden.