Taipei – 21 November 2014 - Eine Revision des Gesetzes zur Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz wurde am Freitag vom Parlament verabschiedet.
Dabei wurden Verbesserungen beim Mutter- und Vaterschaftsurlaub und auch deutlich erhöhte Strafen bei Vergehen gegen die rechtlichen Bestimmungen beschlossen.
Unter den neuen Bestimmungen werden berufstätigen Frauen jetzt fünf bezahlte Tage für vorgeburtliche Gesundheitsuntersuchungen gewährt, gleichzeitig erhalten Männer bei der Geburt jetzt fünf Tage Sonderurlaub, zwei Tage mehr als vorher.
Der Mutterschaftsurlaub wurde auf acht Wochen nach der Geburt ausgeweitet, optional können weitere sechs Monate bei einer Gehaltsfortzahlung von 60% gewählt werden.
Die Frist der Mindestbeschäftigungsdauer, die notwendig für einen Anspruch auf die neuen Regelungen ist, wurde von bisher einem Jahr auf eine sechsmonatige Betriebszugehörigkeit gesenkt.
Von der neuen Regelung sollen Verbesserungen für mehr als 300.000 Personen jährlich bringen. Die Mehraufwendungen für Unternehmer sollen zwischen 15 Mio. und 25 Mio. USD jährlich betragen.
Ferner wurden die Strafen für geschlechtsspezifische Diskriminierung und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung verdreifacht. Die Mindeststrafe beträgt jetzt 10.000 USD , maximal können bis zu 50.000 USD an Strafe verhängt werden.