Taipei – 27.11.2014 – Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen wird Anfang Dezember im taiwanischen Gesetz verankert. Die diesbezügliche Gesetzesvorlage wurde heute im Kabinett verabschiedet, die nur noch im Parlament bestätigt werden muss. Die UN-Behindertenrechtskonvention war 2006 von der UNO-Generalversammlung verabschiedet und 2008 in Kraft getreten.
Taiwan ist zwar kein Mitglied der Vereinten Nationen, bemüht sich aber dennoch um die Umsetzung von UN-Richtlinien auch innerhalb Taiwans. So wurde zum Beispiel 2012 die UN-Frauenkonvention im taiwanischen Gesetz verankert. Auch ein Gesetzesentwurf zur Verankerung der UN-Konvention gegen Korruption hat das Kabinett schon verabschiedet.
Laut statistischen Angaben leben in Taiwan rund 1,12 Millionen Menschen mit Behinderung, deren Rechte durch die gesetzliche Verankerung besonders geschützt werden sollen. Gesetzlich müssen in Taiwan Regierungsbehörden und öffentliche Unternehmen mit über 34 Mitarbeitern mindestens drei Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung besetzen.