Taipeh – 1. Dezember 2014. Der Meinung eines US-Experten nach werde Peking auch nach Taiwans Lokalwahlergebnissen vom vergangenen Wochenende nicht von seiner Ein-China-Politik abweichen. Die oppositionelle Demokratische Fortschrittspartei (DPP) war als die große Gewinnerin bei den Wahlen hervorgegangen.
Laut Douglas Paal, dem ehemaligen Leiter des American Institutes in Taiwan, seien mögliche Änderungen in Chinas Taiwan-Politik derzeit schwer abzusehen. Dies sei vor allem davon abhängig, wie sich die DPP in Zukunft verhalten werde. Er gehe jedoch davon aus, dass Peking seine Ein-China-Politik fortsetzen und verstärken werde.
Washington, Peking und Taipeh müssten in den Augen Paals eine Neubewertung ihrer jeweiligen Interessen vornehmen. Die Situation zur Präsidentschaftswahl in Taiwan im Jahr 2016 könne sich von der gegenwärtigen Lage sehr unterscheiden.