Taipei – 3.12.2014 – Man bemühe sich um den Abschluss von Working-Holiday-Abkommen mit solchen Ländern, die ein niedrigeres Lohnniveau haben als Taiwan. So die Angaben von Taiwans Außenministerium. Bisher hat Taiwan mit 13 Ländern derartige Abkommen unterzeichnet, mithilfe derer bereits 150.000 junge Taiwaner ins Ausland gereist sind. Zu den beliebtesten Zielländern zählen demnach Australien, Japan und Neuseeland.
Momentan befänden sich rund 29.000 Taiwaner im Rahmen des Programms im Ausland. Innerhalb Taiwans hielten sich im Gegenzug zur Zeit jedoch nur 3.000 Menschen auf, von denen die meisten aus Japan und Südkorea stammten. Als Ursache für diese Diskrepanz nannte Vizeaußenministerin Vanessa Shih Taiwans niederiges Lohnniveau sowie Probleme bei den Arbeitsinhalten. Man verhandle nun bereits mit Ländern, wo das Lohnniveau niederiger sei als in Taiwan. Für junge Menschen aus diesen Ländern habe Taiwan immer noch eine starke Anziehungskraft.
Zugleich müsse jedoch vermieden werden, so Shih weiter, dass junge Menschen, die dann im Rahmen des Programmes nach Taiwan kämen, vor Ort nicht illegal als Arbeitsmigranten beschäftigt würden. Zur Zeit arbeiten innerhalb Taiwans mehr als 500.000 Arbeitsmigranten aus dem Ausland, viele davon im Bereich der Alten- und Kinderbetreuung.