Taipei – 3.12.2014 – Die Politik der chinesischen Regierung gegenüber Taiwan habe sich nach den Lokalwahlen in Taiwan nicht geändert. So die Angaben von Chinas Büro für Taiwanangelegenheiten, das dem Staatsrat der chinesischen Regierung angehört. In Taiwans Lokalwahlen hatte die Regierungspartei Kuomintang (KMT) eine herbe Wahlniederlage einstecken müssen und etliche Posten an die oppositionelle DPP verloren.
Fan Liqing, die Sprecherin des Taiwanbüros, bezeichnete den Bericht einer taiwanischen Wochenzeitung über eine mögliche Kursänderung Pekings und die Einladung des DPP-Parteichefs als „reine Erfindung“. In einer Mitteilung der Behörde hieß es weiter, dass die Veröffentlichung eines derartigen Berichts unverantwortlich und die dahinter liegende Absicht zu hinterfragen sei.
Fan beteuerte den Standpunkt ihrer Büros im Hinblick auf den Ausgang der Lokalwahlen in Taiwan und betonte, dass sich Chinas Taiwanpolitik dadurch nicht geändert habe. Zugleich brachte sie die Hoffnung zum Ausdruck, dass beide Seiten der Taiwanstraße gemeinsam an der friedlichen Entwicklung der Beziehungen festhalten sollten.