Taipei – 31. März 2014 - Bildungsminister Chiang Wei-ling rief die protestierenden Studenten Taiwans dazu auf, in ihre Universitäten zurückzukehren und wieder ihr Studium aufzunehmen.
Zwar sei die Protestbewegung ein Zeichen von ziviler Stärke und er hoffe zum Abbau der Differenzen auf eine Fortführung der Kommunikation der Studenten mit der Regierung.
Neben dem Enthusiasmus für öffentliche Angelegenheiten müssten sie ihre Ansichten rational und friedlich ausdrücken sich an den Gesetzesrahmen halten.
Er betonte, dass die Regierung bereits ihre Einwände wahrgenommen habe und sich darum kümmere.
„Wir alle schätzen unsere hart erworbene Demokratie und den Rechtsstaat. Seit bereits zwei Wochen befinden sich die Studenten hier auf dem Platz in Aktion. Angesichts der ungünstigen Wetter- und Lebensumstände der Studenten machen wir uns Sorgen um euer Wohlergehen. Die Anliegen der Studenten hat die Regierung bereits wahrgenommen und ist sie am bearbeiten, ich hoffe daher, dass ihr möglichst bald zurück an eure Schulen kehrt und wieder den normalen Unterricht aufnehmt.“
In der Nationalen Chengchi Universität fand heute zudem ein vom Festlandaussschuss (MAC) veranstaltetes Seminar statt, bei dem direkt Fragen zu dem Dienstleistungsabkommen gestellt werden konnten.
Dabei brachten die Studenten ihre Sorge um eine massive Einwanderung von Arbeitern vom Festland nach Taiwan zum Ausdruck, die zu einem Sicherheitsrisiko führen könnte.
Der mit den Verhandlungen zum Dienstleistungsabkommen vertraute MAC versicherte, dass Taiwan nicht für Investitionsmigranten geöffnet sei und keine Investitionen von Firmen der festlandchinesischen Armee erlaubt seien.