Taipei – 13.12.2014 – Parlamentarier unterschiedlicher Partien haben sich optimistisch über die Bildung eines Ausschusses für Verfassungsänderungen geäußert. Der Bürgermeister von New Taipei City, Eric Chu, hatte kürzlich Verfassungsänderungen vorgeschlagen, darunter zugunsten eines parlamentarischen Regierungssystems, die Herabsetzung des Wahlalters von 20 auf 18 Jahre und Wahl in Abwesenheit vom gemeldeten Wohnsitz.
Abgeordnete sowohl der Regierungs- als auch Oppositionsparteien haben im Grunde positiv reagiert. Ker Chien-ming, ein Fraktionschef der größten Oppositionspartei DPP sagte, es gebe außer den von Chu vorgeschlagenen Fragen noch weitere Themen, die diskutiert werden sollten. Ker sagte, für Verfassungsänderungen sei ein allgemeiner gesellschaftlicher und parteienübergreifender Konsens notwendig. Die Vorschläge von Chu repräsentierten allerdings nicht alle Ansichten, so Ker. Außerdem stehe auch nach der Bildung eines Ausschusses für Verfassungsänderungen noch ein langer Weg bevor.