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Bürgermeisterin Chen Chu nach Gasexplosionen nicht angeklagt

  • 18-12-2014
  • Editor
Bürgermeisterin Chen Chu nach Gasexplosionen nicht angeklagt
Bürgermeisterin Chen Chu

Taipei – 18.12.2014 – Im Prozess um die Verantwortlichen für die verheerenden Gasexplosionen in Kaohsiung hat ein dortiges Bezirksgericht heute zwölf Personen angeklagt. Nicht angeklagt wurde die Bürgermeisterin von Kaohsiung, Chen Chu, die in den kürzlichen Lokalwahlen in ihrem Amt bestätigt worden war. Bei mehreren Gasexplosionen im südtaiwanischen Kaohsiung, die durch undichte Gasleitungen verursacht wurden, waren Ende Juli 32 Menschen getötet und 300 verletzt worden.

Die Stadtregierung von Kaohsiung war zuvor für ihr mangelndes Krisenmanagement kritisiert worden. So seien undichte Stellen in den unterirdischen Gasleitungen nicht rechtzeitig entdeckt und behoben worden, sodass über mehrere Stunden hochentzündliches Gas ausgetreten sei und die Explosionen verursacht habe.

Laut Staatsanwaltschaft habe Bürgermeisterin Chen Chu jedoch sofort die zuständigen Personen unterrichtet, nachdem sie von dem Gasaustritt erfahren habe, bevor sie sich selbst in die Zentralstelle begeben habe. Daher könne ihr keine strafbare Fahrlässigkeit nachgewiesen werden.

Angehörige der Opfer des Unglücks protestierten heute jedoch gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts. Eine Frau habe beispielsweise in jener Nacht mehrmals die Hotline der Stadtregierung angerufen und diese über austretenden Rauch informiert. Ihr sei jedoch geantwortet worden, dass keine Gefahr bestehe.

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