Taipei – 1.4.2014 – Änderungen beim GMP-Gütesiegel für Lebensmittel sind heute in Kraft getreten. Bei kürzlichen Lebensmittelskandalen waren zum Teil auch Produkte mit dem Gütesiegel „Good Manufacturing Practice“ (GMP) betroffen. Zur Verbesserung der Produktsicherheit hat das Wirtschaftsministerium das Zertifizierungsverfahren des GMP-Gütesiegels verbessert.
Gemäß dem Wirtschaftsministerium beinhalten die Neuerungen die Zertifizierung des gesamten Unternehmens, also des gesamten Produktionsablaufs und der Produkte. Außerdem Management von Herkunft der verwendeten Rohmaterialien und weiterverarbeiteten Materialien. Auch werde man die Unternehmen dabei unterstützen, internationale Gütesiegel für Lebensmittelprodukte zu erhalten, so der Vizedirektor des Industrieamtes im Wirtschaftsministerium, Lu Cheng-hua. Lu sagte, bevor das neue Gütesiegel vergeben werde, müsse das gesamte Zertifizierungsverfahren abgeschlossen sein:
"Wenn ein Unternehmen nun einen Antrag stellt, muss sein System geprüft und zertifiziert werden. Das neue Gütesiegel kann erst verliehen werden, wenn das vollständige Verfahren abgeschlossen ist. Denn in vielen Bereichen ist eine praktische Prüfung vor Ort notwendig, zum Beispiel ob die ordentlichen Verfahren eingehalten werden, oder ob an den Produktionsstätten die Hygienebestimmungen eingehalten werden."
Gemäß dem Wirtschaftsministerium gewährt man den Unternehmen eine Übergangsfrist von einem Jahr. Das Wirtschaftsministerium beonte, dass auch Produkte mit dem bisherigen GMP-Gütesiegel den Sicherheitsbestimmungen für Lebensmittel entsprechen.