Taipei – 14.1.2014 – Der Vorsitzende der Oppositionspartei DPP, Su Tseng-chang, hat heute eine sogenannte "China Plus Eins" Politik dargelegt. Su machte diese Angaben heute bei einem Interview mit Radio Taiwan International.
Su sagte, China sollte Taiwan gegenüber guten Willen zeigen und Taiwans internationalen Bewegungsspielraum nicht einschränken. Taiwan und China könnten beide auf der Welt bestehen - als "China Plus Eins".
Der DPP-Vorsitzende sagte, China sollte ohne Vorbedingungen mit der DPP und allen Kreisen Taiwans Gespräche führen. Austausch und guter Wille sollten gestärkt werden. Vor allem solle China Taiwans internationalen Bewegungsspielraum nicht einschränken.
Su zog als Vergleich Menschen und Möwen heran, die gemeinsam am Strand sind: "Die Möwen gehen auf dem Strand und du gehst auch auf dem Strand. Du gehst deinen Weg und die Möwen gehen ihren und für alle ist es gut. Man achtet sich gegenseitig. Wenn man aber versucht, eine Möwe zu fangen, wird sie wegfliegen. Falls China das Herz Taiwans gewinnen möchte, darf es nicht versuchen es festzuhalten oder zu blockieren, sondern sollte im Gegenteil etwas mehr Ermutigung und Bewegungsspielraum geben."
Gemäß dem DPP-Vorsitzenden hat seine Partei acht Monate lang über die Chinapolitik der Partei diskutiert. Die DPP werde auch in Zukunft an Werten wie Souveränität, Demokratie und Menschenrechten festhalten, beim Austausch zwischen beiden Seiten und im Bereich Wirtschaft und Handel jedoch noch flexibler sein.