Taipei – 22.12.2014 – Man wolle die verbliebene Amtszeit von Präsident Ma Ying-jeou dazu nutzen, das geplante Warenabkommen mit China voranzutreiben. Diese Angaben machte Wang Yu-chi, der Leiter von Taiwans Kabinettskomission (MAC) für Festlandsangelegenheiten, am heutigen Montag. Die zweite Amtszeit von Präsident Ma endet im Jahr 2016.
Laut Wang Yu-chi wirke sich die Wahlschlappe der Regierungspartei KMT bei den kürzlichen Lokalwahlen auch auf die Beziehungen zu China aus. So sei bei den jüngsten Vorgesprächen zu dem geplanten bilateralen Warenabkommen mit China kein großer Fortschritt erzielt worden. Dennoch betonte er: „Wir haben bei der chinesischen Seite deutlich gemacht, dass wir die begrenzte Zeit der Ma-Regierung dazu nutzen wollen, Dinge zu unternehmen, die für die taiwanische Bevölkerung von Vorteil sind. Und das Warenabkommen gehört zweifellos dazu.“
Wang Yu-chi machte ferner deutlich, dass die Regierung an ihrer Chinapolitik festhalten werde und sich weiter für eine friedliche Entwicklung der Beziehungen in der Taiwanstraße einsetze. Er räumte ein, dass die Regierungspartei an einigen Stellen voreilig gehandelt habe. Man müsse die eigene Chinapolitik in einigen Punkten daher neu bewerten und zugleich auf eine stärkere Kommunikation mit dem Parlament und der Bevölkerung bauen.