Taipei – 23.12.2014 – Bilaterale Handelsabkommen mit China würden sich auch auf die Geschäfte taiwanischer Klein- und Mittelbetriebe vorteilhaft auswirken. Diese Angaben machte Präsident Ma Ying-jeou heute bei einem Treffen mit ausgezeichneten Führungskräften kleiner und mittlerer Unternehmen aus Taiwan.
Präsident Ma wies die Kritik an Abkommen mit China zurück: „In der Öffentlichkeit ist immer zu hören, dass unser Austausch mit China nur die großen Unternehmen begünstige. Dies ist jedoch in der Tat nicht möglich. Die Klein- und Mittelbetriebe machen bei uns 98 % aller Unternehmen aus, wie sollten sie da in der Minderheit sein. Wenn sie also die Gelegenheit haben, sollten sie dies in aller Öffentlichkeit erklären und deutlich machen, dass durch diese Politik sowohl die Klein- und Mittelbetriebe, als auch die großen Unternehmen profitieren.“
Ma Ying-jeou machte ferner deutlich, dass Taiwan nicht um eine weitere Öffnung umhinkomme. Dass es Taiwan jedoch an diplomatischen Verbündeten mangele, mache es umso schwerer, Handelsabkommen mit anderen Ländern einzugehen. Das 2010 mit China vereinbarte Wirtschaftsrahmenabkommen ECFA habe für Taiwan jedoch große Geschäftschancen mit sich gebracht.
Daher habe er die Hoffnung, so Präsident Ma, dass auch das bereits unterzeichnete Dienstleistungsabkommen mit China vom Parlament verabschiedet, und das geplante bilaterale Warenabkommen möglichst bald unterzeichnet werden könne.