Taipei – 25. Dezember 2014 - Die bei den Lokalwahlen gewählten 22 Bürgermeister und Landräte sind am heutigen Donnerstag vereidigt worden.
Der neue Bürgermeister der Hauptstadt Taipei, Ko Wen-je, ein von der Oppositionspartei DPP (Demokratische Fortschrittspartei) unterstützter Kandidat, versprach, sich voll für ein besseres Taipei und Taiwan einzusetzen. Er betonte, Ziel der Stadtregierung soll es sein, der Bevölkerung zu dienen: „Die Angestellten der Stadtregierung von Taipei sollen nicht irgendeiner politischen Partei oder sogar dem Bürgermeister dienen, sondern sich lediglich mit ganzem Einsatz dem Dienst an der Bevölkerung widmen.“
Der neugewählte Bürgermeister von Taichung, Lin Chia-lung von der DPP, versprach, ein Bürgermeister der Bevölkerung zu sein und eine Doktrin der Öffentlichkeit einführen: „Ich werde das Prinzip der offenen Regierung aufrechthalten, ständig auf die öffentliche Meinung hören und meine Entscheidungen danach ausrichten. Wir werden ebenfalls mit Zivilgruppen kooperieren, um die Visionen der Stadtbewohner bei unseren städtischen Entwicklungsprojekten wahr werden zu lassen. Wir wollen, dass die Bürger die wahren Herrscher der Stadt werden,“ sagte Bürgermeister Lin.
Ferner versprach er, die Führungspersonen der Stadtregierung einen Eid des sauberen Regierens zu unterzeichnen.
Der wiedergewählte Bürgermeister von Neu-Taipei, Eric Chu, einziger erfolgreicher Kandidat der Regierungspartei KMT (Kuomintang) bei den Bürgermeisterwahlen der kreisfreien Städte, erklärte bei seinem Amtsantritt, sich weiter für die sozialen Belange der Stadt einsetzen zu wollen. In den nächsten vier Jahren wolle er sich angesichts stark steigender Wohnungspreise auf das Problem der Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum durch öffentliche Gebäude fokussieren: “Wir werden uns auf die Förderung von Sozialwohnungen ausrichten, wobei wir flexibler durch die Einbindung privater Fonds vorgehen müssen. Wir hoffen, mit der administrativen Stärke der Stadtregierung und der Unterstützung des Stadtrates für die Bevölkerung mit aller Kraft den Bau von Sozialwohnungen zu fördern.“ Er äußerte dabei die Hoffnung auf eine parteiübergreifende Zusammenarbeit.