Taipeh – 29. Dezember 2014. Das Präsidialamt hat heute erneut eine öffentliche Entschuldigung der Radiomoderatorin Clara Chou gefordert. Zuvor hatte Chou behauptet, Präsident Ma Ying-jeou habe eine politische Spende in Höhe von 200 Millionen Taiwan-Dollar (5,2 Millionen Euro) von dem in den Speiseölskandal verwickelten Lebensmittelhersteller Ting Hsin angenommen.
Präsidialamtssprecherin Ma Wei-kuo sagte, dass der Präsident in den kommenden Tagen rechtliche Schritte gegen Chou einleiten werde, da ihre Behauptungen seinem Image schweren Schaden zugefügt hätten. Gleichzeitig warnte das Präsidialamt andere Medien vor der Verbreitung von „Falschinformationen.“
Chous Behauptungen basierten womöglich auf einer Äußerung des ehemaligen Vizegeneralsekretärs vom Nationalen Sicherheitsrat, Chang Jung-feng. Dieser hatte sich im sozialen Netzwerk Facebook zur Höhe von politischen Spenden der Firma Ting Hsin geäußert. Seine Äußerungen seien aber aus dem Zusammenhang gerissen worden, so Chang. Präsident Ma äußerte sich heute am Rande einer Veranstaltung des Bildungsministeriums nicht weiter zu dem Vorfall.