Taipeh – 30. Dezember 2014. Taiwan und die Philippinen werden voraussichtlich schon bald ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung in Fischereiangelegenheiten unterzeichnen. Das Abkommen werde für die Gewässer gelten, in denen sich die Hoheitsgebiete beider Länder überschneiden und befinde sich derzeit in der letzten Überprüfungsphase, so ein taiwanischer Beamter heute.
Elliot Charng, der zuständige Beamte des Außenministeriums sagte, dass derzeit noch die abschließende Zustimmung der philippinischen Regierung ausstehe, bevor beide Seiten das Abkommen unterzeichnen könnten. “Sie sind bereits in der letzten Phase der Überprüfung, darum bin ich mir sicher, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird. Wir hoffen, dass das Abkommen vor der Fangzeit im April 2015 unterzeichnet werden kann,“ so Charng.
Taiwan und die Philippinen verhandeln seit dem letzten Jahr über ein Abkommen zur Zusammenarbeit bei der maritimen Strafverfolgung. Damit sollen die bilateralen Beziehungen wieder verbessert werden, nachdem Mitglieder der philippinischen Küstenwache am 9. Mai 2013 einen taiwanischen Fischer erschossen hatten. Der Vorfall ereignete sich in den Gewässern, in denen sich die exklusiven Wirtschaftszonen beider Länder überschneiden.
Das geplante Abkommen sieht den Verzicht auf Gewalt bei der Patrouille der Fischgründe, einen gegenseitigen Benachrichtigungsmechanismus für Notfälle sowie eine möglichst frühzeitige Entlassung von in Verwahrung genommenen Fischern vor. Damit wollen beide Länder weitere Fischereistreitigkeiten in Zukunft vermeiden.